10 Tipps für die Kooperation mit Transportdienstleistern

Regelmäßige Transportausschreibungen sichern wettbewerbsfähige Kosten. Das sollte sich mittlerweile bei allen herumgesprochen haben. Um Frachtkosten dauerhaft zu senken, sollten Verantwortliche aber auch eine faire und zielgerichtete Zusammenarbeit mit Dienstleistern anstreben. 10 Punkte auf die Sie hierbei achten sollten.

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Wird der Markt eng, kann kurzfristig mit Einwerfen „kleiner“ Münzen die Lieferfähigkeit gewährleistet werden. Das geht allerdings schnell zu Lasten der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und gefährdet den Unternehmenserfolg. Investieren Sie stattdessen lieber langfristig in die Zusammenarbeit mit Ihren Logistikpartnern!

1. Machen Sie sich attraktiv

„Lieferantenmarketing“ ist angesagt. Ein guter Ruf bei Verladebedingungen und fachkompetentes Personal sind Beispiele, die Ihnen dabei helfen. Sorgen Sie dafür, dass man gerne für Sie transportiert, weil das Geschäft reibungslos läuft. 

2. Helfen Sie Ihren Partnern erfolgreich zu sein

Behalten Sie den Markt und insbesondere Ihre potenziellen Dienstleister im Blick. Machen Sie sich schlau über deren Strategien und Entwicklungspläne und nutzen Sie diese Erkenntnisse, um für sich zu werben oder die Zusammenarbeit langfristig zu gestalten. 

3. Planen Sie langfristig

Sie sind der beste Kunde, wenn der Logistikdienstleister mit Ihnen langfristig planen kann. Nutzen Sie auch die Entwicklungsmöglichkeiten Ihres Dienstleisters und helfen Sie ihm dabei ein guter Partner für Sie zu werden. 

4. Identifizieren und pflegen Sie beidseitige Vorteile

Eine Zusammenarbeit wird langfristig nur erfolgreich sein, wenn beide Parteien Vorteile darin sehen. Arbeiten Sie diese heraus und pflegen Sie diese. 

5. Verhandeln Sie fair

Hart zu verhandeln steht nicht im Widerspruch zu Fairness. Bauen Sie Vertrauen auf und sprechen Sie alle wichtigen Punkte im Vorfeld der Zusammenarbeit an. 

6. Harmonisieren Sie Ihre Prozesse

Definieren Sie gemeinsam und partnerschaftlich mit Ihrem Dienstleister einen verlässlichen und für beide Seiten funktionierenden Sollprozess. Die Zeiten, in denen ein Dienstleister Zusatzanforderungen wie späte Abholzeiten, kurzfristige Transportanmeldungen oder die Gestellung von Brücken kostenfrei umgesetzt hat, sind vorbei. Heute ist die Bereitschaft nur da, wenn der zusätzliche Aufwand bezahlt wird und die Prozesse des Dienstleisters nicht gestört werden.

7. Schließen Sie vertragliche Vereinbarungen

Halten Sie Ihre aufeinander abgestimmte Vereinbarung schriftlich fest. Fixieren Sie auch sinnvolle Konsequenzen, wenn die abgestimmte Leistung von einem der Partner nicht erbracht wird. Das hilft Ihnen gerade in engen Marktphasen Ihren Kapazitätsbedarf abzusichern und gibt Ihrem Dienstleister im Gegenzug Planungssicherheit, die er zu schätzen weiß.

8. Definieren Sie ein realistisches Servicelevel

Stimmen Sie im Vorfeld einer Zusammenarbeit Ihren erforderlichen Qualitätsanspruch ab. Stimmen Sie die Machbarkeit mit Ihrem Dienstleister ab und verlangen Sie keine Zugeständnisse, wenn Sie oder Ihr Dienstleister Zweifel an der Realisierbarkeit haben – anderenfalls ist operativer Stress bereits vorprogrammiert.

9. Bringen Sie operativ Verantwortliche zusammen

Trotz Automatisierung, Digitalisierung und gut laufender Prozesse wird das tägliche Geschäft in der Logistik immer noch zwischen Menschen gemacht. Es gibt unvorhersehbare Ereignisse, die menschliches Eingreifen erfordern. Bringen Sie daher die operativ Verantwortlichen auf beiden Seiten zusammen damit Sie sich persönlich kennenlernen und Vertrauen aufbauen können. Sie werden sehen, wie entstehende Herausforderungen plötzlich geräuschlos untereinander gelöst werden.

10. Erhöhen Sie sinnvoll den Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad

Es ist nichts Neues, dass Logistikdienstleister idealerweise Sendungsdaten per EDI erhalten wollen. In der Praxis ist aber nicht jeder Verlader bereit, diese Anforderung auch umzusetzen. Versperren Sie sich nicht! Machen Sie sich Gedanken, wie Sie die vom Dienstleister benötigte Daten digital, automatisiert und qualitativ hochwertig zur Verfügung stellen können. Dazu gehört nicht nur die klassische EDI-Anbindung im Stückgut, sondern alle Informationen entlang des logistischen Prozesses von der Avisierung bis zur Rechnungsverbuchung.

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